Liesingtal: Zwischen Eisenerzer und Seckauer Alpen

Das Kraftwerk Pollinger liegt im Liesingtal (Obersteiermark) nahe Mautern. Die Gemeinde liegt zwischen den Eisenerzer Alpen im Norden und den Seckauer Alpen im Süden und kann als Ausgangspunkt für viele Wanderungen dienen. Auch mehrtägige Touren sind dank mehrerer Hütten möglich. Unser Kraftwerk liegt zwischen dem Reiting mit dem Gipfel Gößeck (2.214 m) und dem Hochreichart (2.416 m).


Mautern bietet mit dem Erlebnispark „Der Wilde Berg“ ein außergewöhnliches Alpenvergnügen in einer besonderen Mischung. Im Wildpark können Bären, Wölfe, Steinböcke, Adler und viele weitere Tiere beobachtet werden. Der Kinderbauernhof bietet Landwirtschaft zum Anfassen, und das einem Heustadl nachempfundene Kinderstadl beherbergt eine Indoor-Kletterwelt, in der das klassische Ins-Heu-Springen natürlich nicht fehlen darf. Den Adrenalinausstoß können sich Besucher auch auf der Sommerrodelbahn oder der 1,6 km langen Mountain-Kart-Strecke des „wilden Berges“ holen. Bei 12 Kurven, 240 Höhenmetern und einem durchschnittlichen Gefälle von 14 bis 17 % geht es auf 3 Rädern rasant bergab. Eine große Picknick-Wiese mit Grillmöglichkeit lädt zum Entspannen und Verweilen ein.


Zum Abkühlen an heißen Tagen empfiehlt sich ein Sprung ins zentrumsnahe Alpenbad.


Mautern wird in alten Schriften 1145 erstmals erwähnt. Archäologische Funde wie Lanzenspitzen und eine Kupferschmelze aus der Urnenfelderzeit (1200–750 v. Chr.) belegen eine weitaus frühere Besiedelung der Gegend.


Um die erste Jahrtausendwende baute das Rittergeschlecht der Ehrenfelser zwei Burgen im Liesingtal, um der Bedrohung durch Einfälle der Magyaren, einem Reitervolk aus den Gebieten des heutigen Ungarn, etwas entgegenzusetzen. Heute erinnern die Ruinen dieser Burgen an diese vergangenen Tage. Ende des 13. Jahrhunderts, im ausgehenden Mittelalter, errichteten die Ehrenfelser das Schloss Ehrnau. Dies ist bis heute erhalten und blickt auf eine bewegte Nutzungsgeschichte zurück. So wurde es zunächst als Adelssitz und später als Alten- und Siechenheim genutzt, war Österreichs größte Diskothek in den 1980er Jahren und stand anschließend viele Jahre leer. 2017 wurde mit den Sanierungsarbeiten begonnen, um es wieder als Veranstaltungshaus nutzen zu können.


1669 wurde in Mautern mit dem Bau eines Franziskanerklosters begonnen. Ab 1827 war hier bis 1968 eine theologische Fakultät untergebracht. Heute sind das ehemalige Kloster und seine landwirtschaftlichen Güter Eigentum der Gemeinde.


Zwischen Ende des 17. und Anfang des 20. Jahrhunderts war der Talkabbau die bedeutendste Einnahmequelle für Mautern und brachte dem Ort Wohlstand.


Wenn Sie in der Gegend sind, schauen Sie doch einfach an unserem Kraftwerk vorbei!